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Alle gleich, alle fair? Wenn es so einfach wäre...

In der Führung gibt es selten eine eindeutige "richtige" Antwort. Sie müssen sich ständig zwischen zwei gleich wichtigen, aber widersprüchlichen Anforderungen entscheiden – Sie treffen unentscheidbare Entscheidungen.

In diesem Monat: Gleichbehandeln oder differenzieren – Das Fairness-Paradox

Fairness gilt als zentrales Führungsprinzip. Oft wird sie mit Gleichbehandlung gleichgesetzt: gleiche Regeln, gleiche Möglichkeiten, gleiche Maßstäbe. Gleichbehandlung schafft Transparenz und schützt vor dem Vorwurf der Bevorzugung.

Gleichzeitig wissen Führungskräfte, dass Menschen unterschiedlich sind. Sie bringen unterschiedliche Kompetenzen, Lebenssituationen, Belastungen und Beiträge ein. Differenzierung wird diesen Unterschieden gerecht, erzeugt aber neue Irritationen. Denn was individuell sinnvoll ist, wirkt aus anderer Perspektive schnell ungerecht.

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Das Paradoxon besteht darin, dass Fairness nie eindeutig ist. Gleichbehandlung kann als ungerecht empfunden werden, Differenzierung ebenso. Führung bedeutet hier, sich bewusst für eine Form von Fairness zu entscheiden und die Spannungen auszuhalten, die daraus entstehen.

Das Dilemma in der Praxis

Sie entscheiden über flexible Arbeitszeiten, Home Office-Regelungen oder Entwicklungsangebote. Eine einheitliche Regelung wäre transparent und leicht zu begründen. Eine differenzierte Lösung berücksichtigt individuelle Bedürfnisse oder Leistungen, lässt sich aber schwerer erklären. Und gerade, wenn die Home Office-Regel mit unterschiedlicher Leistung begründet wird, wird es aus ganz unterschiedlichen Gründen schwierig...

Behandeln Sie alle gleich, ignorieren Sie Unterschiede. Differenzieren Sie, riskieren Sie Neid, Vergleich und Unmut.

Reflexionsfragen

  • Welche Form von Fairness leitet mein Führungsverhalten stärker: Gleichheit oder Angemessenheit?
  • In welchen Situationen erlebe ich Differenzierung selbst als gerecht und in welchen als problematisch?
  • Wie transparent mache ich meine Kriterien, ohne jede Entscheidung rechtfertigen zu müssen?

Wie immer freue ich mich auf und über Ihr Feedback und vielleicht haben Sie ja eine weitere Paradoxie gefunden, die Sie auseinandernehmen möchten?

Viele Grüße

Anika Uhlemann

Anika Uhlemann
Cranachstraße 56
12157 Berlin

Telefon: 0176/ 61836244
E-Mail: au@coaching-uhlemann.de​

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Anika Uhlemann - Coaching und Organisationsentwicklung

Ich bin Teamcoach und Organisationsentwicklerin und begleite Führungskräfte auf ihrem Weg zu nachhaltiger Teamentwicklung.

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